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Beim Wattwandern. Foto: JRK Leverkusen

Wattwandern an der Nordsee- Leverkusener Jugendrotkreuzler betätigen sich als "Wiederholungstäter"

Teambildende Maßnahme des Jugendrotkreuzes Leverkusen


Vom 23.-25. Juli 2010 waren erneut Leverkusener Jugendrotkreuzler unterwegs, die Natur des Nationalparkes Wattenmeer zu erkunden. Tapfer packten sie ihre sieben Sachen und fuhren 350km gen Norden, um im Dornumersieler Campingplatz ihre Zelte aufzuschlagen. Einige Mutproben und Abenteuer sollten ihrer harren, und die erste Gefahr nahte unseren Helden auch schon auf der Hintour: nach knapp dreiviertel der Wegstrecke war die Hälfte unserer Naturburschen und -mädels auf sich allein gestellt, denn der einer der Rotkreuz-Busse sprang aufgrund eines Kabelschadens auf "Notbetrieb", so dass nunmehr die Fahrtgeschwindigkeit deutlich gedrosselt werden musste.


Mit einer knappen halben Stunde Verspätung wurde das Ziel letztlich doch noch von allen erreicht, aber kaum am Campingplatz angekommen, sollte auch schon die nächste Bürde unserer Naturfreunde harren. Gemeinsam sollte nun, mittlerweile vom Vorjahr erprobt, das große Mannschaftszelt aufgebaut werden, doch auch hier war der Fehlerteufel im Spiel. Waren Plane und Zeltstangen zwar vollzählig und gut gepflegt vorhanden, so fehlten nun auf einmal die Verbindungswinkel... und gute Laune sowie Frohmut litten erneut. In einer -baustellenbedingt etwas umweg-behafteten- kleineren Tour wurde nun, freitags abends, gegen knapp 21:00 Uhr, mit dem einzig "gesunden" Rotkreuz-Bus der nächste offene Baumarkt gesucht- und glücklicherweise auch gefunden. Eineinhalb weitere Stunden später standen nun denn auch die Baumarkt-Zelte sicher auf dem Campingplatz, und auf ging es zum Hafenfest.


Mit Pommes und Crepes bewaffnet ging nun auch der erste Abend gemütlich zur Neige, und erschöpft, aber mit einem Dach über dem Kopf, legten sich unsere Nordsee-Helden zur Ruhe. Tückischer Wind pfiff um die Zelte, verwehte diese jedoch (im Gegensatz zu den Zelten mancher Camper ein bis zwei Wochen zuvor) nicht von der Stelle =)


Am nächsten Morgen ging es denn nach einem stärkenden Frühstück für die eine Hälfte zur Seehundaufzuchtstation in Norden und für die andere Häfte- zur dortigen Reparaturwerkstatt von Mercedes ;o)
Glücklicherweise konnte der Notbetrieb mit elektronischer Finesse aufgehoben werden, jedoch blieb der Marderschaden am Kabel bestehen.

Ein kleiner Heuler in der Nordener Seehund-Aufzuchtstation. Foto: JRK Leverkusen
Heuler sind Seehund-Babies, die ihre Mütter verloren haben. Sie "heulen" den ganzen Tag über, um ihre Mütter auf sich aufmerksam zu machen...




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In der Aufzuchtstation informierten sich unsere Jugendrotkreuzler über Robben an sich sowie ihre Lebens- und Ernährungsgewohnheiten. Und bis auf wenige Meter Entfernung- nur durch eine dünne Glasscheibe getrennt- konnte sie so die "niedlichen Räuber der Meere" betrachten (siehe Photo rechts).






Nach mehreren Stunden in der Aufzuchtstation ging es denn auch schon auf nach Neßmersiel, von dessen Hafen aus die Wattwanderung startete.
Von hier aus führte die Wanderung über das Sieltor hinweg mitten in das Schlickwatt. Hier wächst der Queller, eine speziell an das Watt angepasste Pflanze, die auch gerne als "Meeres-Fenchel" oder "Meeres-Spargel" bezeichnet. Er ist eine robuste Pflanze, die gerne als Erstbesiedler im Watt auftritt. Zerkaut man ein Stück von ihm, so schmeckt man vornehmlich Salz


Nach einer entsprechenden Genussprobe (mit reichlichem Nachtrinken von frischem Mineralwasser, versteht sich) wanderten unsere Jugendrotkreuzler weiter, bis irgendwann das Schlickwatt dem Sandwatt wich. Die Gruppe von ca. 25 Personen näherte sich immer weiter an Baltrum an und entdeckte Herzmuscheln, Pfeffermuscheln und -natürlich- die klassischen "Nordsee-Garnelen".


Nordsee-Garnelen. Foto: JRK Leverkusen
Frisch mit einem kleinen Sieb aus dem Pril gefischte Nordsee-Garnelen auf der Hand unseres Wattführers.

Nordseekrabbe

Die Nordsee-Garnele wird auch Nordsee-Krabbe genannt. Sie ist eigentlich ein ganz kleiner Krebs und wird bis zu knapp 10cm gro�, was allerdings eher seltener geschieht, da sie oft schon in jungen Jahren gefangen wird. Sie ernährt sich, indem sie ihre Nahrung auf dem Wasser filtert.

Eine Nordsee-Auster. Foto: JRK Leverkusen
Auf unserer Wattwanderung fanden wir auch viele Austern. Eine hiervon kann auf diesem Foto in der Hand unseres Wattführers bestaunt werden...

Austern

Austern sind Muscheln. Sie leben rund um die Welt an Felsen in flachen Tidengewässern. Außerdem werden einige Austernformen als Feinkostlebensmittel gezüchtet.
Die massive Schale der Auster soll eigentlich dazu dienen, sie vor ihren Fressfeinden zu schützen. Da die Auster hierdurch jedoch um ein Vielfaches grö&sdzlig;er und hiermit besser sichtbar ist, können ihre Feinde, zum Beispiel Möwen, sie hierdurch umso besser aus der Ferne erkennen.
(Quelle: Wikipedia.)

Den Rückweg von der Insel zurück zum Festland bewältigten unsere Nordsee-Helden mit der Fähre- vorbei an den Seehundbänken...


Viele große und kleine Robben auf den Seehundbänken vor der Insel Baltrum. Foto: JRK Leverkusen
Seehunde auf einer der Sandbänke vor Baltrum.



Seehundbänke

Auf diesen Seehundbänken vor der Küste Baltrums liegen jahrein-jahrhaus hunderte von Seehunden. Hier liegen sie, mal schlafend, mal wach, in der Sonne. Ab und zu schwimmen sie in das Wasser, um einen Fisch zu reißen, der auf ihrer Nahrungskette ganz oben steht.

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